Das Schweißen von Aluminiumlegierungen birgt eine Reihe von Herausforderungen, die auf die Kombination der Werkstoffeigenschaften zurückzuführen sind. Die immer vorhandene Oxidhaut und die hohe Reflektivität erfordern eine hohe Laserintensität zum Aufschmelzen des Materials.

Gleichzeitig wird wegen der guten Wärmeleitung in Verbindung mit der geringen Viskosität der Schmelze eine hohe Schweißgeschwindigkeit benötigt, um das Schmelzbadvolumen gering zu halten. Gerade bei Blechdicken von 1 mm oder weniger ist das Prozessfenster aufgrund der o.g. Eingenschaften bereits sehr klein. Kommen Bauteiltoleranzen hinzu, die einen Nullspalt zwischen den Fügepartnern verhindern, ist ggf. kein reproduzierbares Verschweißen mit anforderungsgerechten Nahteigenschaften mehr möglich.

LASER on demand setzt daher eine spezielle Optik ein, bei der Schmelzbadgröße und Schweißnahtbreite unabhängig voneinander kontrolliert werden können. Dies erlaubt auch das Verschweißen von Aluminiumblechen von 1 mm Dicke oder geringer ohne Einsatz von Zusatzwerkstoff. Auf diese Weise werden z.B. für eine Anwendung im Rennsport komplexe Flüssigkeitsbehälter erfolgreich geschweißt und die Dichtheit der Schweißnähte anschließend mittels Druckprüfung nachgewiesen.